Kita & Hort


Erhebung von Elternbeiträgen und Essengeld während der Notfallbetreuung in den kommunalen Kitas


Übergang in den eingeschränkten Regelbetrieb an Kitas

Ab dem 25. Mai können wieder mehr Kinder in Brandenburgs Krippen und Kitas gehen. Dafür hat das Kabinett am 19. Mai die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus geändert und eine sogenannte eingeschränkte Regelbetreuung für die Kitas beschlossen.

Die Landkreise und kreisfreien Städte entscheiden, wie weit sie die eingeschränkte Regelbetreuung im Hinblick auf verfügbare Betreuungskapazitäten aufnehmen können. Auch in den Kitas im Amt Burg (Spreewald) wird damit schrittweise, entsprechend der vorhandenen Kapazitäten, die eingeschränkte Regelbetreuung eingeführt.

Aktuell (Stand 20.05.2020) befinden sich 249 Kinder in der Notbetreuung. Die Auslastung der kommunalen Kitas liegt damit bei 39,5 Prozent.

Eltern, die bisher unter die Notfallbetreuung fielen, behalten ihren Anspruch. Zusätzlich soll für weitere Kinder eine Betreuungsmöglichkeit geschaffen werden. Vorrangig sollen Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung wieder die Kita besuchen.

Für den Normalbetrieb bleiben die Kitas weiter geschlossen.

Die Eindämmungsverordnung vom 8. Mai 2020, zuletzt geändert durch Verordnung vom 27. Mai 2020

Allgemeinverfügung des Landkreises Spree-Neiße vom 27.05.2020

Das bisherige Antragsverfahren bleibt unverändert.

Der Antrag ist ausschließlich an die Verwaltung des Amtes Burg (Spreewald) zu richten!

Bitte denken Sie daran, dass auch für das 2. Elternteil eine Arbeitgeberbescheinigung vorzulegen ist.

Das Finanz- und Versicherungswesen sowie das Bestattungswesen gehören nicht mehr zu den systemrelevanten Branchen.


Berufliche Tätigkeit in kritischen Infrastrukturen - sogenannte systemrelevante Bereiche

Die Notbetreuung ist für Kinder von Beschäftigten aus folgenden Bereichen (kritische Infrastrukturbereiche) vorgesehen:


1. im Gesundheitsbereich, in gesundheitstechnischen und pharmazeutischen Bereichen, im medizinischen und im pflegerischen Bereich, den stationären und teilstationären Erziehungshilfen, in Internaten gemäß § 45 des Achten Buches Sozialgesetzbuch, den Hilfen zur Erziehung, der Eingliederungshilfe sowie zur Versorgung psychisch Erkrankter,
2. als Erzieherin und Erzieher oder als Lehrerin und Lehrer in der Notfallbetreuung,
3. zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen in der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung,
4. bei der Polizei, im Rettungsdienst, Katastrophenschutz, bei der Feuerwehr und bei der Bundeswehr sowie für die sonstige nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr,
5. der Rechtspflege,
6. im Vollzugsbereich einschließlich des Justizvollzugs, des Maßregelvollzugs und in vergleichbaren Bereichen,
7. der Daseinsvorsorge für Energie, Abfall, Wasser, Öffentlicher Personennahverkehr, Informationstechnologie und Telekommunikation, die Leistungsverwaltung der Träger der Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch,
8. der Landwirtschaft, der Ernährungswirtschaft, des Lebensmitteleinzelhandels und der Versorgungswirtschaft,
9. als Lehrkräfte für zugelassenen Unterricht, für pädagogische Angebote und Betreuungsangebote in Schulen sowie für die Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen,
10. der Medien (einschließlich Infrastruktur bis hin zur Zeitungszustellung),
11. in der Veterinärmedizin,
12. für die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs erforderliches Personal,
13. Reinigungsfirmen, soweit sie in kritischen Infrastrukturen tätig sind.

Nicht systemrelevant sind berufliche Tätigkeiten in Gaststätten und in der Hotellerie.

Das Amt Burg (Spreewald) bedauert sehr, dass keine Ausnahmen gemacht werden können. Die Kitas stoßen aufgrund der Vorgaben zur Verkleinerung der Gruppen an ihre Kapazitätsgrenzen.

Wir bitten um Ihr Verständnis.


Was bedeutet eine Notfallbetreuung?

Unsere Kitas bleiben geschlossen und werden nur als Notfallkita betrieben. 

Es ist zu erklären, dass eine sorgeberechtigte Person im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet und für die Zeit der Schließung der Kindertagesstätte keine andere Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind bzw. ihre Kinder hat.

Die Tätigkeit des/der zweiten Sorgeberechtigten ist zu bescheinigen.

Bei Arbeit im Homeoffice liegt kein Betreuungsanspruch vor.

Hinweis:

Kommt es zu einem bestätigten Fall mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in der Kita, gehen alle Kinder mit den dazugehörigen Kontaktpersonen in eine zweiwöchige Quarantäne. Die Entscheidung darüber trifft das Gesundheitsamt.

Lesen Sie dazu nachfolgenden Elternbrief:


Keine Elternbeiträge für geschlossene Kitas ab April

Das Land fördert die Beitragsfreiheit ab dem 1. April 2020 für Eltern, die nicht die Notfallbetreuung in Krippe, Kita und Hort in Anspruch nehmen. Das bedeutet, dass von diesen Eltern ab Monat April keine Beiträge erhoben werden. Ein gesonderter Antrag muss nicht gestellt werden.

Ministerin Britta Ernst: „Wir haben beschlossen, zur Vermeidung sozialer und finanzieller Härten für die Eltern diese von den Elternbeiträgen freizustellen.“

Pressemitteilung des MBJS