Allgemeine Hinweise


Corona-Regeln: Warum reicht der gelbe Impfpass als Nachweis nicht mehr aus?

Seit dem 24. November 2021 reicht in Brandenburg der gelbe Impfpass als Impfnachweis nicht mehr aus. Da trat die aktuell gültige Zweite SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung in Kraft. Und mit ihr diese Änderung: Ein Nachweis für die Impfung, beispielsweise für den Zugang zu 2G-Veranstaltungen, Gaststätten, Geschäften oder zum Friseur, ist nur noch mit einem QR-Code, ausgedruckt oder in einer App, möglich. Grund ist die bessere Überprüfbarkeit der digitalen COVID-Zertifikate. Nicht mehr ausreichend ist dagegen die Vorlage des gelben Impfpasses, da dieser sich nicht zur digitalen Anwendung eignet. Zu dieser Corona-Regel gibt es immer wieder Nachfragen im Alltag. Das Gesundheitsministerium gibt hier Antworten auf häufig gestellte Fragen zum digitalen Impfnachweis.

Warum reicht der gelbe Impfpass als Nachweis nicht mehr aus?

Leider sind viele gefälschte gelbe Impfpässe im Umlauf. Um gefälschten Impfnachweisen vorzubeugen, wurde in der Corona-Verordnung klargestellt, dass der Nachweis von Geimpften und Genesenen als digitales COVID-Zertifikat der EU in elektronischer oder gedruckter Form vorgezeigt werden muss.

Die digitalen Zertifikate haben einen sogenannten QR-Code und können besser überprüft werden. Ein QR-Code ist eine quadratische Grafik aus schwarzen und weißen Punkten und Linien. In diese Grafik sind Informationen eingebettet, die von einer App ausgelesen werden können. Damit wird es Betrügerinnen und Betrügern schwerer gemacht, die 2G- und 3G-Regeln zu umgehen. Deshalb reicht der gelbe, analoge Impfpass nicht mehr aus, um einen Impfschutz nachzuweisen. Denn er hat keinen QR-Code. Diese Regelung gilt auch in anderen Bundesländern, zum Beispiel in Berlin, Baden-Württemberg und im Saarland.

Wie erhalte ich das digitale COVID-Zertifikat?

Alle Menschen, die in der EU wohnen, können sich das digitale COVID-Zertifikat der EU nach ihrer Impfung gegen das Coronavirus ausstellen lassen. Das ist kostenlos.

Die Impfzertifikate werden direkt bei der Impfung ausgestellt, zum Beispiel in Arztpraxen, Impfzentren oder Impfstellen. Geimpfte bekommen es als Papierausdruck mit. Das auf Papier ausgedruckte Zertifikat in deutscher und englischer Sprache enthält neben dem QR-Code unter anderem den Namen und das Geburtsdatum der geimpften Person, das Datum der Impfung sowie Angaben zum verwendeten Impfstoff.

Geimpfte, die noch kein digitales Zertifikat haben, können sich das auch nachträglich in einer Apotheke ausstellen lassen. Dafür müssen sie ihre Impfung mit einer Impfbescheinigung nachweisen.

Wie bekomme ich das COVID-Zertifikat auf mein Smartphone?

Für den digitalen Impfnachweis muss man nicht immer den Papierausdruck mit sich führen. Wer ein Smartphone hat, kann seinen QR-Code mit der CovPass-App oder der Corona-Warn-App einscannen. Die App speichert die Impfbescheinigung nur lokal auf dem Smartphone. Das Zertifikat wird zusammen mit dem QR-Code auf das Smartphone geladen und auf der Startseite der App angezeigt.

Ich habe aber kein Smartphone. Was soll ich tun?

Wer kein Smartphone hat, nutzt den Papierausdruck mit dem QR-Code. Ein Smartphone ist also nicht zwingend erforderlich. Das Einlesen und die Nutzung des QR-Codes über eine App ist lediglich eine mögliche Alternative und soll das Mitführen und die vielerorts erforderliche Vorlage des Impfnachweises erleichtern.

Es wird empfohlen, sich eine Kopie von dem Papierausdruck mit dem QR-Code anzufertigen. Die Kopie sollte sicher Zuhause aufbewahrt werden.

Wie muss ein digitaler Impfnachweis kontrolliert werden?

Der QR-Code vereinfacht alltägliche Prüfvorgänge überall dort, wo man einen Impfnachweis vorlegen muss, zum Beispiel in Geschäften, in Gaststätten, beim Friseur oder am Flughafen.

Wichtig: Beim Zutritt muss der Nachweis von den Verantwortlichen vor Ort kontrolliert und digital verifiziert werden. Bei der Überprüfung müssen sie sich auch ein amtliches Ausweisdokument vom Gast oder Kunden zeigen lassen (Rechtsgrundlage: Paragraph 6 Absatz 1 Zweite SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung).

Das bedeutet: Es reicht nicht aus, dass Veranstalter oder Gewerbetreibende sich den QR-Code nur anschauen, „einen Blick darauf werfen“. Sie sind verpflichtet, mit einer Prüf-App (CovPassCheck-App) den QR-Code zu scannen. Die Prüf-App zeigt ihnen sofort die Informationen zu dem Impfstatus an. Weitere Informationen zur Prüf-App gibt es auf den Seiten des Robert Koch-Instituts: https://www.digitaler-impfnachweis-app.de/covpasscheck-app/

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg/09.12.2021

Bürgertelefon des Landkreises zu Fragen rund um das Thema Corona

Der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa hat eine Hotline eingerichtet, an die sich die Bürgerinnen und Bürger zu allen Fragen rund um das Thema Corona wenden können.

Unter der Rufnummer 03562 69 75 40 stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung als Ansprechpartner zur Verfügung.

Montag - Donnerstag 08:00 - 16:00 Uhr
Freitag 08:00 - 14:00 Uhr


Falls sich Fragen ergeben, die nicht sofort am Telefon beantwortet werden können, werden diese notiert, anschließend hausintern zur Abklärung weitergeleitet und mit einem zeitnahen Rückruf beantwortet.

E-Mail-Adressen:

corona-hotline@lkspn.de
koordination.corona@lkspn.de

Weitere wichtige Rufnummern hat der Landkreis Spree-Neiße auf seiner Internetseite zusammengetragen.



Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz - u. a. bei bestimmten Verdienstausfällen

Brandenburgerinnen und Brandenburger können Entschädigungsanträge nach dem Infektionsschutzgesetz ab sofort über ein ländergemeinsames Online-Portal einreichen: https://ifsg-online.de/index.html. Betroffene finden dort weitere Informationen sowie die genauen Anspruchsvoraussetzungen.

In Brandenburg ist das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) für die Bearbeitung von Entschädigungsanträgen nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) zuständig

Entschädigung bei bestimmten Verdienstausfällen

Anspruch auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz besteht, wenn Sie einen Verdienstausfall infolge von Quarantäne oder eines Tätigkeitsverbots haben. Das Tätigkeitsverbot oder die Quarantäne muss vom Gesundheitsamt oder einer anderen zuständigen Stelle angeordnet sein.

Weiterhin können Sie eine Entschädigung erhalten, wenn Sie durch die Betreuung Ihrer Kinder aufgrund einer Schließung von Schulen, Betreuungseinrichtungen für Kinder (z.B. Kita) oder einer für das Kind angeordneten Quarantäne bzw. für Menschen mit einer Behinderung nicht arbeiten können und deshalb einen Verdienstausfall haben.

Anspruch auf Entschädigung haben:

  • Arbeitnehmer*innen und Selbstständige, die von Quarantäne oder einem Tätigkeitsverbot betroffen sind (auch vorsorgliche Quarantäne sowie Quarantäne nach Rückkehr von einer Reise).
  • Arbeitnehmer*innen und Selbstständige, die als berufstätige Eltern und Pflegeeltern von betreuungsbedürftigen Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind und deren Schulen oder Betreuungseinrichtungen geschlossen wurden bzw. eine Behörde die Quarantäne des Kindes angeordnet hat. Ein Anspruch besteht auch bei einer behördlichen Empfehlung, vom Besuch der Schule oder der Betreuungseinrichtung abzusehen.
  • Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmer*innen (für längstens sechs Wochen) die Entschädigung auszahlen.
  • Selbstständige, deren Betrieb oder Praxis während der Dauer der Quarantäne oder des Tätigkeitsverbots geschlossen ist, können zusätzlich den Ersatz von weiterlaufenden und nicht gedeckten Betriebsausgaben nach § 56 Absatz 4 Satz 2 IfSG beantragen.

Weitere Informationen

Bürgertelefon des LAVG: 0331 8683-888 (Mo. bis Fr. von 10 bis 12 Uhr) für Fragen zur Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz

Online-Portal: https://ifsg-online.de/index.html

 

(Quelle: ifsg-online.de)


Rufnummer 116117 der KVBB hilft bei der Suche nach Arztpraxis

Auch die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) hat gemeinsam mit dem Gesundheitsministerin Informationen rund um das Coronavirus zusammengestellt: