Corona-Virus


Fortsetzung Lockdown mit weiteren Einschränkungen notwendig

08.01.2021: Der bestehende Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird bis vorerst 31. Januar verlängert und in Einzelbereichen verschärft. Das beschloss heute die Landesregierung und verabschiedete dazu eine aktualisierte Eindämmungsverordnung. Sie gilt ab morgigem Samstag, 9. Januar.

Im Einzelnen hat das Kabinett mit der neuen Verordnung  beschlossen:

  • Alle bisherigen und bis 10. Januar befristeten Einschränkungen werden - abgesehen von der nächtlichen Ausgangsbeschränkung - bis 31. Januar verlängert
  • In Erweiterung der bisherigen Beschlüsse werden private Zusammenkünfte nur mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Davon ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr.
  • Der Bewegungsradius wird für touristische Ausflüge, Sport und Bewegung im Freien auf einen 15 Kilometer-Radius um den jeweiligen Landkreis / die kreisfreie Stadt beschränkt, wenn dort eine 7-Tages-Inzidenz von über 200 vorliegt. Notwendige Fahrten über diesen Radius hinaus, z. B. zur Arbeit oder zum Arzt sind selbstverständlich weiterhin möglich. Entscheidend ist der aktuelle Inzidenzwert.
  • Der Präsenzunterricht bleibt weiterhin ausgesetzt. Der Distanzunterricht wird damit zunächst verlängert. Ausgenommen bleiben weiterhin die Abschlussklassen der Jahrgänge 10 an allen Schulen, 12 an Gymnasien und 13 an Gesamtschulen, Oberstufenzentren (OSZ) sowie Schulen des Zweiten Bildungswegs. Die Förderschulen mit dem Schwerpunkt „geistige Entwicklung" bleiben geöffnet, hier entscheiden die Eltern über den Schulbesuch.
  • In der übernächsten Woche (ab dem 18. Januar) soll die Situation neu bewertet und dann entschieden werden, ob es aufgrund eines deutlich gesunkenen Infektionsgeschehens Spielräume für eine Öffnung an Grundschulen für einen Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht in der Woche vor den Winterferien gibt. Die Notbetreuung in Grundschule und Hort wird fortgesetzt. Die Öffnungen der Horte sind an die Regelungen im schulischen Bereich angepasst worden.
  • Die Krippen und Kindergärten bleiben geöffnet. Es wird aber an die Eltern appelliert, ihre Kinder soweit wie möglich Zuhause zu betreuen und die Ausweitung der Anspruchsdauer des Kinderkrankengelds zu nutzen.
  • Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sollen jedoch geschlossen werden, wenn es das regionale Infektionsgeschehen erfordert. Nach der neuen Verordnung gilt dafür eine Inzidenz von 300 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner.
  • Neu festgelegt wurde, dass Alleinerziehende einen Anspruch auf Notbetreuung an den Schulen und im Hort erhalten, soweit eine häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht organisiert werden kann. Dies gilt ab Montag, 18. Januar.
  • Zugleich wurde die Auflistung der systemrelevanten Berufe, die einen Anspruch auf Notbetreuung haben, um die Steuerrechtspflege und das Bestattungswesen erweitert.
  • Indoor-Sport wird grundsätzlich untersagt. Damit entfällt auch die Differenzierung zwischen Fitnesscentern und sonstigen Indoor-Sporteinrichtungen. Ausgenommen sind Sportanlagen, die ausschließlich zu medizinisch notwendigen oder zu sozialtherapeutischen Zwecken genutzt werden.
  • Neu ist auch, dass Kantinen - von Ausnahmen abgesehen - zu schließen sind, jedoch können Speisen und Getränke zur Mitnahme angeboten werden. Die Schließungsanordnung gilt nicht für Betriebe, sofern die Essensversorgung der Beschäftigten nicht anders zu bewerkstelligen ist. Sie gilt grundsätzlich auch nicht für Schulkantinen.
  • Die bisherige nächtliche Ausgangsbeschränkung von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr wird mit der neuen Verordnung aufgehoben, da sie bewusst nur auf die Weihnachtstage und den Jahreswechsel bezogen war.

(Quelle: www.brandenburg.de)

Bei Fragen steht auch das Corona-Bürgertelefon der Landesregierung zur Verfügung. Es ist montags bis freitags von 09.00 bis 17.00 Uhr unter der Nummer 0331 – 866 5050 erreichbar (außer an Feiertagen).


Strengere Regeln im Landkreis: Maskenpflicht, Wochenmärkte und Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit

Im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa gilt bereits seit 5. November eine Maskenpflicht an Haltestellen von Omnibussen und zentralen Omnibusbahnhöfen des öffentlichen Personennahverkehrs, soweit sich dort mehr als ein Fahrgast aufhält, sowie auf allen Marktplätzen an den Markttagen im Bereich der Verkaufsstände.

Aufgrund weiter steigender Zahlen sind neue Allgemeinverfügungen mit strengeren Regelungen erlassen worden.

Folgende Regelungen gelten bis einschließlich 20.12.2020:

1. Sämtliche Schüler- und Schülerinnen, Lehrkräfte, sonstiges Personal und sämtliche Personen, die eine Schule oder einen Hort zu Besuchs- oder anderen Zwecken betreten, haben die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung (Maskenpflicht) zu tragen. Diese Anordnung gilt für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen, Schulen des zweiten Bildungsweges in öffentlicher und freier Trägerschaft, die Volkshochschule, in privaten Musikschulen und der Musik- und Kunstschule „Johann Theodor Römhild“. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Schüler und Schülerinnen bis zur 5. Jahrgangsstufe. Diese Anordnung gilt für die Innenbereiche der Schulen und Horte. Im Außenbereich (insbesondere auf dem Schulhof) besteht eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nur dann, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. In privaten Musikschulen und der Musik- und Kunstschule „Johann Theodor Römhild“ ist der Unterricht an Mundblasinstrumenten und der Gesangunterricht untersagt.

2. Das Aufstellen sämtlicher Verkaufs-, Tausch- oder Ausstellungsstände auf Wochenmärkten und sonstigen Märkten (z. Bsp. Flohmärkte) ist verboten. Ausgenommen hiervon sind Verkaufsstände, die ausschließlich den Verkauf von Lebensmitteln anbieten.

3. Der Konsum von Alkohol ist ganztägig im Bereich von Fußgängerzonen, verkehrsberuhigten Bereichen sowie auf öffentlichen Parkplätzen und Parkplätzen vor Einkaufszentren, auf Spiel- und Sportplätzen und in den öffentlich zugänglichen Parkanlagen untersagt.

4. Schulungen und Informationsveranstaltungen, die nicht dem Versammlungsrecht unterfallen, dürfen nur mit einem Hygienekonzept und unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,50 Metern durchgeführt werden.

Die aktuellen Allgemeinverfügungen finden Sie auf der Internetseite des Landkreises: www.lkspn.de



Liebe Einwohnerinnen und Einwohner, liebe Gäste,

wieder hat uns das Corona-Virus fest im Griff. Die Anzahl der Menschen, die aktuell im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert sind, hat mit dem heutigen Tag, dem 30. Oktober, einen neuen Höchstwert erreicht. Inzwischen sind 252 Menschen erkrankt und etwa 750 Menschen in Quarantäne. Der 7-Tages-Inzidenzwert liegt bei 109,9.

Im Amt Burg (Spreewald) sind die positiven Fälle innerhalb eines Tages von 27 auf 40 gestiegen!

Der Landkreis mahnt daher zur gesteigerten Vorsicht, und die Bund-Länder-Konferenz hat noch einmal drastische Maßnahmen beschlossen, um die steigende Corona-Welle in ruhigeres Fahrwasser zu bringen (siehe unten).

Unsere Landesregierung hat die Corona-Umgangsverordnung in einer Sondersitzung aktualisiert.

Betroffen sind davon viele gesellschaftliche Bereiche. Leider sind die größten Einschnitte erneut im touristischen, gastronomischen und kulturellen Bereich zu verzeichnen.

Das ist bedauerlich, da es vor allem unsere Leistungsträger und Gastronomiebetriebe waren, die das ganze Jahre über mit ausgereiften Hygienekonzepten sehr verantwortungsvoll mit dem Virus umgegangen sind. Viele Betriebe haben investiert, um Schutzmaßnahmen umzusetzen. Dafür möchte ich Ihnen danken.

Mir ist sehr bewusst, dass solche harten Einschränkungen insbesondere bei den betroffenen Unternehmen und bei den Menschen, die jetzt wieder in Kurzarbeit geschickt werden oder gar ihre Arbeit verlieren, Zukunftsängste und Existenznöte hervorrufen.

Ich kann nur hoffen, dass die vom Bund versprochenen Hilfsmaßnahmen bei allen ankommen und eine entsprechende Entlastung darstellen. Dafür werde ich mich gemeinsam mit der Wirtschaftsförderin auch bei den entsprechenden Stellen einsetzen.

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

Angesichts rasant gestiegener Infektionszahlen im Landkreis und im Amt Burg (Spreewald) sind wir jetzt alle gemeinsam gefordert, das Virus einzudämmen, um uns alle zu schützen und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Dabei setzen wir auf Ihre Solidarität.

Bitte verzichten Sie  auf unnötige Kontakte und große Feiern!

Halten Sie die  sicherlich sehr strengen Hygienevorschriften ein, tragen Sie einen angemessenen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie Abstand!

Auch wenn wir in den nächsten Wochen verstärkt Distanz wahren müssen, sollte es uns nicht davon abbringen, einander in unseren Familien, und wo es notwendig ist, den Nachbarn, zu helfen.

Unterstützen Sie in den kommenden Wochen die hiesigen Geschäfte, indem Sie die Lieferangebote unserer Einzelhändler und Gastronomen nutzen! Die Unternehmer vor Ort sind die wirtschaftliche Kraft unserer Dörfer, unserer Region, und Arbeitgeber für viele Mitmenschen – und das soll auch nach der Pandemie so bleiben.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Tobias Hentschel

Amtsdirektor

Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota), den 30.10.2020

 


Erhebliche Einschränkungen ab dem 2. November

Die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und weiteren Mitgliedern des Bundeskabinetts am 28. Oktober hat erhebliche Einschränkungen für das öffentliche und private Leben beschlossen.

Mit der Umsetzung des 16 Punkte umfassenden Beschlusses sollen insbesondere soziale Kontakte deutlich verringert werden. Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Das ist entscheidend, um erfolgreich zu sein. Das muss in die Breite wirken, da laut Robert-Koch-Institut etwa 75 Prozent der Infektionen keinem speziellen Ansteckungsort zugeordnet werden können."

Betroffen sind viele gesellschaftliche Bereiche von Gastronomie über Kultur bis Sport. Es gibt jedoch auch entscheidende Ausnahmen:

Offenbleiben sollen  Kitas und Schulen.

Auch das normale Wirtschaftsleben kann - abgesehen von zum Beispiel gastronomischen Einrichtungen und touristischer Beherbergung - unter Einhaltung klarer Hygienebedingungen bestehen bleiben. Das gilt auch für den gesamten Groß- und Einzelhandel. Dabei ist jedoch sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Auch für das Demonstrationsrecht oder die Ausübung von Gottesdiensten gibt es - unter dieser Bedingung - keine neuen Einschränkungen.

Zu den konkreten Maßnahmen:

  • Einrichtungen, die der Unterhaltung und Freizeitgestaltung dienen, müssen ab 2. November geschlossen bleiben. Dazu gehören Kultureinrichtungen wie Kino und Theater, Freizeitparks, Spielhallen oder Wettannahmestellen.
  • Dies gilt auch für Schwimmbäder, Thermen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.
  • Veranstaltungen mit Zuschauern, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.
  • Der Freizeit- und Amateursport wird untersagt. Individualsport allein, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Hausstands bleibt jedoch möglich.
  • Gastronomische Betriebe sowie Bars, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen müssen geschlossen werden. Die Gastronomie kann jedoch Speisen zur Mitnahme oder Lieferung für den Verzehr zu Hause anbieten. Von der Schließung ausgenommen sind Kantinen.
  • Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoo-Studios werden untersagt.
  • Medizinisch notwendige Behandlungen, z.B. Physiotherapien, podologische oder logopädische Behandlungen, bleiben möglich. Unter den bestehenden Hygieneauflagen können Friseursalons geöffnet bleiben.

In der Schaltkonferenz haben für den Bund Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier zugesichert, dass von den Einschränkungen wirtschaftlich direkt betroffene Unternehmen bis zu 75 Prozent ihrer Umsätze des Vorjahresmonats erstattet bekommen. Dazu sollen auch z. B. Soloselbständige gehören. Laut Scholz sind dafür im Bundeshaushalt bis zu zehn Milliarden Euro vorgesehen. Gegengerechnet werden andere öffentliche Leistungen wie z. B. Kurzarbeitergeld.

 

(Quelle: www.brandenburg.de)