Infrastrukturministerin übergibt Förderbescheid für Schulanbau in Briesen


Infrastrukturministerin Kathrin Schneider übergab im Beisein von Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger und Schülern in wendischer Tracht den Förderbescheid an Petra Krautz, Amtsdirektorin des Amtes Burg (Spreewald).

10.01.2018. Die Freude war Amtsdirektorin Petra Krautz anzusehen. Nach langem Ringen um Fördermittel für den dringend benötigten Anbau an die Grundschule Briesen konnte sie heute den Förderbescheid von Infrastrukturministerin Kathrin Schneider entgegen nehmen.

Burg (Spreewald). Aufgrund steigender Schülerzahlen und erweiterter schulischer Aufgaben durch das Ganztagsprogramm, den Witaj-Unterricht und durch die Teilnahme am Modellprojekt „Inklusive Schule“ wird die Raumkapazität der Grundschule „Mato Kosyk“ seit dem Schuljahr 2014/2015 allein durch den Schulbetrieb ausgeschöpft. Für die Hortbetreuung mussten deshalb am Standort der Kindertagesstätte „Vier Jahreszeiten“ im fünf Kilometer entfernten Ortsteil Striesow der Gemeinde Dissen-Striesow Räume geschaffen werden. Dies hatte zur Folge, dass zusätzliche Schülertransporte organisiert werden mussten und einige Kinder die Angebote der Ganztagsschule nicht mehr wahrnehmen können.

Das Thema Schülerzahlen verdeutlichte Petra Krautz an einigen Zahlen: „Besuchten 2009 noch 110 Schüler die Briesener Grundschule, sind es aktuell 173.

Seit dem Schuljahr 2009/2010 hat sich die Zahl der Schulanfänger fast verdoppelt. Waren es bis dahin im Schnitt 15 Kinder pro Jahr, wurden in den Folgejahren bis zu 32 Kinder eingeschult. Einem geburtenschwächeren Jahrgang mit prognostizierten 21 Erstklässlern im kommenden Schuljahr werden wieder Jahrgänge mit bis zu 36 Kindern folgen.

Mit der „Inklusiven Erweiterung am Grundschul- und Hortstandort Briesen“ wird es nicht nur für den Schulbetrieb mehr Platz geben, sondern auch für die Freizeitgestaltung der Kinder.

Die Planungen stellten das Amt vor besondere Herausforderungen. Denn das Schulgebäude, das 1954 nach den Plänen von Prof. Wilhelm Flemming (1910 - 1994) errichtet und 2009 umfangreich saniert worden ist, steht unter Denkmalschutz.

An seiner Nordseite erhält die Schule nun einen zweigeschossigen Anbau. Es werden vier Unterrichts- und Gruppenräume, ein Spielflur, Erzieherraum, Abstellräume, Sanitäranlagen und Garderoben neu geschaffen. Weiterhin wird im neuen Zwischenbau ein Aufzug eingebaut, wodurch das Obergeschoss barrierefrei erreichbar wird.

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