Geschenk zum 100. Geburtstag des Bismarckturmes


Der Burger Bismarckturm bekam zum 100. Geburtstag ein besonderes Geschenk: Die 1945 verschollene Bismarckbüste wurde ersetzt dank vieler Spenden aus der Bevölkerung.

 

Burg (Spreewald). Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Einweihung des Bismarckturmes - übrigens bei ähnlichem Wetter - feierten Burger und Gäste den Geburtstag des beeindruckenden Bauwerkes. Bürgermeisterin Ira Frackmann schaute dabei auf die wechselvolle Geschichte zurück, die seit jeher eng mit den Einwohnern verwoben sei. Schon für die Errichtung des Bauwerkes habe sich die Bürgerschaft eingesetzt und  70.000 Mark gespendet. In den Mangeljahren der DDR, in denen der Turm mehrfach gefährdet war, waren es die Einwohner, die für seinen Erhalt kämpften. Obwohl der Bismarckturm 1981 zum Denkmal erklärt worden ist, habe die Gemeinde wenig für seinen Erhalt geleistet, sicherlich weil es an Geld und Baumaterialien fehlte. 1987 packten Burger Einwohner und Gewerbetreibende selbst an und sanierten den Turm in 1.100 Arbeitsstunden.

Seit Mitte der 90er Jahre investierte die Gemeinde, auch mit Unterstützung von Fördermitteln, eine hohe sechsstellige Summe, um den Bismarckturm zu restaurieren und zu erhalten.

Und auch im Jahr 2017 waren es wieder die Burger Einwohner, die dazu beigetragen haben, dass dem Bismarckturm ein ganz wichtiger Bestandteil zurückgegeben werden kann: die Bismarckbüste, um deren Verschwinden sich viele Geschichte ranken.

Mehr als 2.000 Euro spendeten Einwohner und Unternehmer für den Guss einer neuen Büste. Denn leider war es nicht möglich, das Original, das vom Berliner Bildhauer Professor Hermann Hosaeus geschaffen wurde, nachzugießen. Dank der Unterstützung der Kunstgießerei Lauchhammer wurde ein Nachguss der Bismarckbüste des Bildhauers Bruno Kruse aus dem Jahr 1889 angefertigt.

Die Enthüllung war der Höhepunkt des Geburtstagsfestes. Mit Ausstellung, Blasmusik, Tänzen und Sängerin Clara wurde bis gefeiert. Zum Einsatz kam erstmals ein Klemmeisen mit Turmmotiv, das Schmiedemeister Merkel beim Handwerker - und Bauernmarkt angefertigt hatte. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf des frischen Klemmkuchens wird für die Bismarckbüste gespendet.

Am Abend übernahmen dann Band die Band "Mardi" mit Musik im Swing-Style, Michael Apel mit seiner Schellackplattenkiste und „The Peeptoes“ mit Showtänzen. Am Sonntag klang das Fest mit einem musikalischen Frühschoppen aus.