Der Wendenkönig kehrt zurück


Spreewälder Sagennacht vom 4. bis 6. Juni auf dem Schlossberg

So endete die Spreewälder Sagennacht 2019: Wendenkönig Juro, um seine Braut tief trauernd, legt seine Krone ab. Bis zu seiner Rückkehr sollten die treuen Lutki sie hüten. (Foto: Archiv/Möbes)

Passender könnte der diesjährige Titel der Spreewälder Sagennacht nicht sein: „Die Rückkehr“. Denn nach zwei Jahren coronabedingter Pause kehrt die Sagennacht zu Pfingsten auf den Burger Schlossberg zurück.

Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota). Vom 4. bis 6. Juni wird ein weiteres Kapitel um den Wendenkönig aufgeschlagen. Götter- und Sagenwelt treffen erneut aufeinander, historische Fakten bilden den Rahmen für die neue Episode: Sieben Jahre sind vergangen, seit Juro auf Pilgerreise nach Jerusalem gegangen war, innerlich tief zerrissen und trauernd um den Tod seiner Braut. Diese war Opfer der schwarzen Zauberin Wurlawa und des Schlangenkönigs Wakapan geworden. Bis zu seiner Rückkehr sollten die treuen Lutki seine Krone hüten. Sie sind es auch, die die Zuschauer auf ihre Zeitreise mitnehmen ins 11. Jahrhundert, wo der sächsische Feudalherr Dietrich, Graf von Wettin (990–1034) das Machtvakuum nach dem Tod des polnischen Königs Bolesław Chrobry († 17.6.1025) in der Lausitz nutzt, um mit seinen Truppen einzumarschieren. Auch Wakapans Burg wird von seinen Rittern eingenommen und Wakapan gefangengenommen. Als die Lutki dies erleben, wollen sie die Bauern warnen, kommen jedoch zu spät. Unterdessen spielen Wettin und Wakapan ein finsteres Spiel, das nur der Wendenkönig beenden kann. Die Lutki begeben sich auf die Suche nach Juro, der zurückgekehrt ist, aber unerkannt im Spreewald lebt...

Karten für die Spreewälder Sagennacht gibt es bereits in der Touristinformation in Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Natürlich erwartet die Besucher wieder ein spannendes Vorprogramm, welches vom Brauchtum und der Sagenwelt erzählt.