Berliner Mauer: Fotos verboten!


Die heimlichen Aufnahmen von Detlef Matthes in einer Ausstellung

Vom 15. Januar bis 12. April ist in den Räumen des Amtes Burg (Spreewald) eine Ausstellung mit Mauerfotos von Detlef Matthes zu sehen. In diesem Rahmen findet am Dienstag, dem 9. April, ein Informationstag mit Vortrag und persönlicher Beratung der BStU-Außenstelle Frankfurt/Oder in Burg statt.

Die Berliner Mauer ist für ihn das Ende seiner Lebenswelt, der Westen scheint unerreichbar: Immer wieder fotografiert Detlef Matthes von Ost-Berlin aus heimlich die Grenze. 1987 entdeckt die Stasi seine Fotos bei einer Wohnungsdurchsuchung. Für mehrere Wochen wird Detlef Matthes im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen festgehalten. Er kommt wieder frei, als die DDR-Führung im Vorfeld des Besuchs von Erich Honecker in der Bundesrepublik eine Amnestie erlässt. Später kann in den Westen ausreisen.

Die Fotos vermitteln die Atmosphäre der Stadt Berlin auf der Ostseite der Mauer. Sie erzählen von der Sehnsucht eines Jugendlichen nach wahrer Freiheit.

Eine Ausstellungsbesichtigung ist im Rahmen der Öffnungszeiten im Amt Burg (Spreewald) möglich. Der Eintritt ist frei.