KfW-Förderprogramm zur energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden

Am 1. Juli 2015 startet das KfW-Förderprogramm zur energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden, das im NAPE beschlossen wurde. Unternehmen werden günstige Kredite und Tilgungszuschüsse gewährt, wenn sie ihre gewerblichen Gebäude mit Einzelmaßnahmen an Gebäudehülle oder Anlagentechnik energetisch verbessern oder auch Komplettsanierungen umsetzen. Auch besonders energieeffiziente Neubauten werden gefördert.

Was mit den KfW-Programmen 276, 277 und 278 gefördert wird:

Gefördert wird der Neubau besonders energieeffizienter gewerblich genutzter Gebäude:

  • KfW-Effizienzhaus 55 (Kredit + 5,0 % Tilgungszuschuss)
  • KfW-Effizienzhaus 70 (Kredit)

Gefördert wird die vollständige energetische Sanierung auf die Standards:

  • KfW-Effizienzhaus 70 (Kredit + 17,5 % Tilgungszuschuss)
  • KfW-Effizienzhaus 100 (Kredit + 10,0 % Tilgungszuschuss)
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal (Kredit + 7,5 % Tilgungszuschuss)

Gleichzeitig sind auch folgende Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und/oder der technischen Gebäudeausrüstung förderfähig (Kredit + 5,0 % Tilgungszuschuss):

  • Dämmung von Wänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen
  • Erneuerung und Aufbereitung von Fenstern, Vorhangfassaden, Außentüren und Toren (inkl. Ladestellen)
  • Maßnahmen zur Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes
  • Einbau, Austausch oder Optimierung raumluft- und klimatechnischer Anlagen inkl. Wärme-/Kälterückgewinnung und Abwärmenutzung
  • Erneuerung und/oder Optimierung der Wärme-/Kälteerzeugung, -verteilung und -speicherung inkl. Kraft-Wärme- bzw. Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlagen
  • Austausch und/oder Optimierung der Beleuchtung
  • Einbau oder Optimierung der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie der Gebäudeautomation

Zusätzlich können im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms auch Maßnahmen im Bereich Produktionsanlagen/-prozesse (KfW-Programme 292 und 293) mitfinanziert werden.

Förderberechtigt sind gewerbliche Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe. Die Förderkredite können seit dem 1. Juli 2015 über die Hausbanken beantragt werden.
Die neue Förderlandschaft berücksichtigt damit bereits die ab 1.1.2016 geltenden Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zum Primärenergieverbrauch von Gebäuden. Über die Programme können etwaige Modernisierungsempfehlungen aus den verpflichtenden Energieaudits für Nicht-KMU finanziert werden.

Hier finden Sie ein Überblicksblatt der KfW zu den neuen Programmen sowie die beiden ausführlichen KfW-Merkblätter 276 und 292.

Quelle: DIHK, Till Bullmann