Alte Schule Striesow

Dissen-Striesow (cn). Am 24. September 2005 haben die Striesower ihr rekonstruiertes Bürgergemeinschaftshaus feierlich in Besitz genommen. Es befindet sich im Gebäude der 1906 errichteten Dorfschule, die seit Jahren teilweise als Wohnung, teilweise als Bürgerraum genutzt wurde. Im Jahre 2003 begann die Gemeinde mit der Dachsanierung, 2004/05 folgte die Gebäudekomplettsanierung. Diese umfasste den Umbau der Lehrerwohnung in eine Zweiraumwohnung mit separatem Eingang und Innenhof, den Einbau von Toiletten für den Bürgergemeinschaftsraum und die Errichtung einer Teeküche. Im Dachgeschoss entstanden ein Zimmer für den Traditionsverein Striesow und ein großer Abstellraum.

Der Anbau im Eingangsbereich des Bürgergemeinschaftsraumes erhielt eine Fachwerkverkleidung. Die Wohnung und der Gemeindeteil wurden mit separaten Heizthermen ausgestattet. Auch die Elektroanlage wurde erneuert. Die Gemeinde hat für die Sanierung 110.000 Euro aufgewendet.

Im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme steht der 2004 erfolgte Abriss der so genannten Schulscheune im Innenhof. In Eigenleistung haben Striesower Väter an deren Stelle einen Spielplatz mit Zaun errichtet und die Außenanlagen gestaltet. Dafür stellte die Gemeinde 10.000 Euro (inkl. einer Spielgerätekombination im Wert von 6.800 Euro) bereit.

Bürgermeister Fred Kaiser erinnerte bei der Einweihung an „die mutige Entscheidung der Gemeindevertretung, dieses Haus, das entscheidend das Ortsbild von Striesow prägt, ohne Fördermittel zu sanieren.“ Weil die Bauarbeiten in relativ kleinen Losen ausgeschrieben wurden, konnten sich viele Firmen aus dem Amtsgebiet beteiligen. „Das Haus ist offen für alle Striesower Vereine und Interessengruppen“, so Kaiser. Die Kirche wird hier Christenlehre und Gottesdienste durchführen. Private Feierlichkeiten allerdings soll es nicht geben.

„Zukunftsweisendes Denken“ bescheinigte der damalige Amtsdirektor Hans Gahler der Gemeinde. „Egal, was in Dissen-Striesow aufgerufen ist, die Leute sind immer da“, würdigte er das bürgerschaftliche Engagement der Einwohner. Ortsbürgermeister Horst Reum dankte allen, die bei der Sanierung Hand angelegt haben, vor allem der Initiativgruppe Kinderspielplatz und den ABM-Kräften. Im Anschluss las Gemeindevertreter Matthias Zempel einige Auszüge aus der 1888 von Lehrer Riese angelegten Schulchronik, die er bei den Arbeiten unter einem Kehrhaufen wiederentdeckt hatte.

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