Partner besuchten Spreewaldgemeinde

Burg (Spreewald). Vom 19. bis 21. Mai empfing die Gemeinde Burg (Spreewald) Bürgermeister, Amtsdirektoren und weitere Verwaltungsmitarbeiter des kommunalen Arbeitskreises „Hattener Runde“ zum Erfahrungsaustausch.
Gegründet wurde der Arbeitskreis im Jahr 1990 auf Initiative der Gemeinde Hatten (Niedersachsen). Gründungsmitglieder waren die Städte Zwenkau (Sachsen), Bad Sulza (Thüringen), die Gemeinden Leißling (Sachsen-Anhalt) und Burg (Spreewald) sowie die Gemeinde Sandburg (heute im Amt Britz-Chorin-Oderberg).
„Ausgangspunkt der Idee war, dass die Gemeinde Hatten den ostdeutschen Partnergemeinden Verwaltungshilfe geben wollte“, berichtet Martin Schmidt, Bürgermeister von Burg. So weilten mehrere Mitarbeiter der Burger Verwaltung zum Erfahrungsaustausch in Hatten, um die neuen Gesetzlichkeiten und Verwaltungsabläufe praxisnah kennen zu lernen.
„Der Arbeitskreis hat sich in der Folge – nunmehr 20 Jahre – als Ort des Erfahrungsaustausches erhalten“, so Martin Schmidt. „Dabei stehen nach wie vor die unterschiedlichen Verfahrensbedingungen der kommunalen Verwaltungen in den einzelnen Bundesländern auf der Tagesordnung“. Ein wesentlicher Schwerpunkt besteht darüber hinaus darin, die erzielten Ergebnisse der kommunalpolitischen Arbeit vorzustellen und Erfahrungen auszutauschen. Diese Treffen finden jährlich im Wechsel bei den Partnergemeinden statt. Burg ist zum dritten Mal Gastgeber. Seit vier Jahren nimmt Bedzino, die polnische Partnergemeinde des Amtes Britz-Chorin-Oderberg an den Partnerschaftstreffen teil.
Nach intensiven Gesprächen bekundeten die Anwesenden ihren festen Willen, diese Form des Erfahrungsaustausches weiterzuführen. „Ich empfinde diese Treffen nicht nur unter menschlichen Aspekten, sondern vor allem aus fachlicher Sicht eine Bereicherung“, so der Burger Amtsdirektor Ulrich Noack. Der Bürgermeister von Bad Sulza, Hertwig, erinnert daran, dass die gute Zusammenarbeit und der Austausch vor Fehlern  und „Luftnummern“ wie überdimensionierte Kläranlagen oder unnötige Gewerbegebiete, bewahrt hätten. Die polnische Partnergemeinde von Burg, Lubrza, wird künftig ebenfalls eingeladen. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Tourismus verstärkt werden. Dazu wird es im Herbst ein Treffen der Touristiker der Ämter und Gemeinden geben.

Hattener Runde 2010 in Burg
In einer Tagungspause versammelte sich die „Hattener Runde“ zum Erinnerungsfoto. (Foto: K. Möbes)