Kurort Burg (Spreewald) zieht positive Tourismusbilanz für 2016


Qualität wird immer wichtiger

Urlaub im Kurort Burg (Spreewald) liegt weiter im Trend. Von Januar bis Dezember ist der höchste Zuwachs seit 2012 zu verzeichnen: ein Übernachtungsplus von 9,2 Prozent. Die Zahl der gewerblichen (meldepflichtigen) Übernachtungen ist auf 552.466 gestiegen.

Burg (Spreewald). Der Spreewald-Kurort profitiert bei dieser erfreulichen Bilanz sicher auch von externen Einflüssen. „Da die Lage in Ländern wie der Türkei, Ägypten oder Tunesien zuweilen politisch unsicher ist, bleiben mehr Reisende im Inland“, sagt Amtsdirektorin Petra Krautz.

Als stärkste Monate ragen der Juli und August mit 66.229 (2015: 56.783) bzw. 66.746 (62.117) Übernachtungen heraus. Deutliche Zuwächse gibt es aber auch in der kühleren Jahreszeit. Der Winter birgt das größte Potenzial für  Wachstum, weshalb die „WinterAuszeit“ in den zurückliegenden Monaten stärker beworben wurde. Der Erfolg ist bei Buchungen und Besucherzahlen im Haus des Gastes spürbar.

Auch wenn Burg  im Spreewald ein stark nachgefragtes und beliebtes Reiseziel ist, wird im Wettbewerb mit anderen die Qualität immer wichtiger. Die erneute Verleihung der „i-Marke“ des Deutschen Tourismusverbandes für die Tourist-Information im Haus des Gastes und die Re-Zertifizierung als „Qualitätsdorf“  sind Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen, um den Gästen - ob sie einen Tag bleiben oder eine Woche - den bestmöglichen Service zu bieten. Dieses Ziel eint die Burger Touristikunternehmen, die beim „Netzwerken“ am Gesundheitsstammtisch und/oder in der Q-Gemeinschaft gemeinsam nach neuen Ideen suchen, voneinander lernen und sich austauschen. Dabei stehen die Workshops und Vorträge zum Beispiel der Q-Akademie nicht nur den Mitgliedsbetrieben, sondern allen Unternehmern offen. „Mit der Gesundheitsdatenbank und der Gesundheitsakademie, die im November startet, erweitern wir das Spektrum für  Unternehmer, Gäste und Einwohner“, erklärt Nicole Schlenger, Sachgebietsleiterin Tourismus im Amt Burg (Spreewald). 

Dass es in puncto Qualität  auch Nachholbedarf gibt, zeigten die zahlreichen Beschwerden  von Paddlern im vergangenen Jahr, die die fehlende Ausschilderung der Fließe bemängelten. Gemeinsam mit den Häfen wurde hier ein Projekt gestartet, das noch vor Saisonbeginn umgesetzt wird. Parallel dazu wurden Paddeltouren entwickelt von zwei Stunden bis hin zur Tagestour.

Positiv auf die Entwicklung der Gästezahlen wirken sich die Veranstaltungen aus. „Gerade Veranstaltungen, die Traditionen und Brauchtum zeigen, haben weiterhin einen hohen Zuspruch“, erklärt Petra Krautz. Hervorzuheben waren 2016 der Handwerker- und Bauernmarkt mit dem historischen Viehmarkt und das Heimat- und Trachtenfest. Der gemeinsam mit IHK und anderen Spreewaldkommunen neu initiierte Heimatmarkt „Regional (ge)Macht“ war beliebt bei Gästen und Bürgern und findet in diesem Jahr seine Fortsetzung.

Neben bewährten  Zugpferden wie die Spreewälder Sagennacht, die geführten Ortswanderungen oder die besonderen Kahnfahrten wird stetig an Neuheiten gearbeitet. Wer „Mit dem Rad die Spreewälder Sagenwelt entdecken“ möchte, kann sich schon jetzt Anregungen und Routenbeschreibung aus dem Internet herunterladen. Demnächst bekommt man noch interessante Audiodateien dazu. Gemeinsam mit Schülern der Grund- und Oberschule „Mina Witkojc“ werden diese im Rahmen des Projektes „Tourismus trifft Schule“ aufgezeichnet.

Auf zwei neue Höhepunkte auf der Veranstaltungsseite darf man sich 2017 freuen: Im Rahmen der Aquamediale im Spreewald beteiligt sich der Kurort am 24. Juni mit einer „Spreewälder LiteraTour“ und im Kur- und Sagenpark lädt am 19. und 20. August das Festival „QUARK & LEINÖL – Land & Genuss im Spreewald“ alle Liebhaber des Spreewälder Landlebens ein.

* Zur Darstellung des Inlandstourismus zählt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg seit 2012 die Übernachtungskapazitäten der Betriebe mit zehn und mehr Betten. In den Vorjahren wurden Betriebe bereits ab neun Betten in der Statistik berücksichtigt.